Bericht zum Mannschaftskampf Mehrhoog I - Xanten I

Hallo Leute,

der erste Schritt zum Aufstieg ist gemacht.Durch ein nicht unverdientes 5,5 - 2,5 gegen den

bisherigen Tabellenführer konnten wir uns erstmals dahin setzen, wo wir am Ende auch stehen wollen.

Ganz nach oben nämlich.Dass der Kampf nicht ganz so deutlich ausfallen musste, wird nächste Woche

keinen mehr interessieren. Ausserdem haben wir an diesem Tag ne Menge über Mpacks 4 gelernt.

 

Auffällig war, dass kurz vor der 1. Zeitkontrolle noch 7 von 8 Brettern am spielen waren, zeigt, dass

allenortens gut gekämpft wurde. Nur Brett 8, Georg Peters- er sprang kurzfristig für Uli Geilmann ein-

hatte schon Remis gegeben, obwohl er seinen Gegner leicht und locker mit Schwarz beherrschte. Leider fehlte

der Mut, auch das Endspiel nach Hause zu fahren.

Während Ingo seinem Gegner aus der Eröffnung heraus keine Chance ließ, Jürgen mehr schlecht als recht

umherzog, Bernd völlig pleite stand, Dieter noch ein volles Brett besass, Robert ein gewonnene Bauernenspiel

hatte, Marian sich ohne Gegenspiel angreifen liess und Gerd die Initiative im Endspiel hatte, war also ein

4-4 zwischendurch auch imBereich des möglichen.

Dann konnte Robert seine Erfolgsbilanz ausbauen, nachdem er zumindest die Eröffnung nicht ganz optimal

behandelt hatte und lange Zeit schlechter stand. Doch Robert, der Stratege, opferte eine Qualle, verwirrte

seinen Gegner, nahm ihm alles Material ab und gewann. So einfach ist Schach

Danach konnte Gerd seinen Vorteil verwehrten. Nachdem er im Mittelspiel teilweise unklare Stellungen

meisterhaft meisterte (...Sd3+ , ne Gert!?), konnte er seine Endspieltechnik ausspielen und den Gegner

mehr oder weniger forciert überspielen

Bei Marian läuft es in dieser Saison einfach nicht. In einer Stellung, wo er raumvorteil am Damenflügel hatte,

liess er sich am Königsflügel angreifen. Leider verteidigte er sich dabei nur suboptimal, und als ich

wieder hinguckte, war sein König mehr von gegnerischen Figuren "beschützt" als von eigenen. Spätestens gegen

Dinslaken sollte da mal ein Punkt kommen...

Ingo...(zensiert)

Danach war es an Jürgen, den 4ten Punkt durch eine Abwicklung zu erzwingen. Die Drohungen, eine Runde geben

zu müssen, liessen ihn jedoch eine etwas riskantere Fortsetzung zu wählen, in der der Gegner sogar subjektive

Gewinnchancen hatte. Doch auch der letzte Trick von Jürgen wurde abgewehrt, wonach das Remis :-((

unvermeidlich war. So wird das nix mit dem 1ten Brett nächstes Jahr. Muss ich wohl in der VM nächste Runde

gegen Ingo gewinnen *g

Tja, was soll man zu Bernd sagen? Er steht nur allzuoft auf Verlust, der Gegner frohlockt bereits, nimmt

Bernd nicht mehr ernst, steht dann auf einmal im Endspiel wieder kritisch, bietet dann voller Pein remis an,

das Bernd ablehnt (obwohl keine Ahnung von Endspielen). Tja, so macht der Bernd seine Punkte, auch diesmal.

Zuerst ein wirklich gute Eröffnungsbehandlung (bei Budapester Gambit auch nicht allzu schwer...), dann ein

völlig sinnloser Bauerraub, eine forciert verlorene Stellung dann aber wenigstens gut kämpfend. Hoffentlcich

reicht diese Spielweise gegen Dinslaken...

Bleibt unser "Pechvogel des Tages" Dieter. er kam 3x in Zeitnot und brachte sich dadurch um den verdienten Lohn.

Nach der 1ten Zeitkontrolle war das Brett noch fast voll und er musste, trotz Freibauer am Königsflügel,

aufpassen, am Damenflügel nicht unterzugehen. Dann öffnete der Gegner das Spiel und Dieter stand klar besser.

Durch die Zeitnot bedingt, schlichen sich ein paar ungenaue ein, die den Gegner am leben liessen. So auch bei

der 3ten Zeitnot. In objektiv leicht gewonnener, aber in subjektiv unangenehmer Stellung wickelte Dieter

in ein Endspiel ab, indem kein MAterial mehr auf dem Brett blieb, ausser Dieterīs H-BAuer und ein gegnerischer

Springer. Unglücklicherweise konnte der Gegner den Bauern noch aufhalten, womit die Partie remis endete.

 

So, ein schönes Gefühl, Tabellenführer zu sein. Unseren nächsten Gegner Moers konnte wir übrigens im Parralel-

kampf von Mehrhog II - Moers III beobachten. Hoffentlich ist das Gefühl, dass uns dort keine grösseren

Schwierigkeiten erwarten, nicht trügerisch. Soweit ich weiss, ist dieser Kampf am 3. März